FAQ - aktuell
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Die wichtigsten Fragen und Antworten rund ums Heizen mit Pelletheizungen
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Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) beantwortet an dieser Stelle häufige Fragen rund um Holzpellets, Energiemarkt und Heizungstausch.
Stand: 07/2026
Wie wirken sich Pelletheizungen auf den CO2-Kreislauf aus?
Bäume nehmen während ihres Wachstums wieder genauso viel CO2 auf, wie bei der energetischen Nutzung von Holzpellets freigesetzt wurde. Da die nachhaltige Waldbewirtschaftung in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist und nicht mehr Holz eingeschlagen wird, als nachwächst, bleibt der Kreislauf geschlossen – es entsteht keine zusätzliche Kohlenstoffschuld. In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus lassen sich mit einer modernen Pelletheizung beim Tausch einer Ölheizung ca. 9 Tonnen Treibhausgase einsparen, was einer Reduktion von Reduktion von 94 Prozent an CO2 entspricht.
Pellets werden in Deutschland zu etwa 90 Prozent aus Sägespänen und Resthölzern hergestellt, die als Nebenprodukte der Sägeindustrie anfallen. Zu knapp 10 Prozent wird nicht sägefähiges Rundholz genutzt, dass beim Holzeinschlag und bei der Durchforstung anfällt.
Wann sind Pelletheizungen eine gute Wahl?
Pelletheizungen sind besonders gut geeignet, Bestandsimmobilien mit mittlerem und hohem Wärmebedarf zu heizen. Ihre Gebäudeinfrastruktur kann vergleichsweise einfach umgerüstet werden und speziell Altbauten benötigen meist hohe Vorlauftemperaturen für Heizkörper, die Pelletheizungen leicht erreichen. Bestehende Infrastruktur von der fossilen Heizung lassen sich ohne aufwendige Sanierung umbauen. Öllager werden unkompliziert zum Pelletlager.
Wird der Einbau einer Pelletheizung staatlich gefördert?
Zum einen gibt es staatliche Hilfen über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Im Teil Einzelmaßnahmen (EM) beträgt die Grundförderung 30 Prozent. Selbstnutzende Wohneigentümer – auch von Eigentumswohnungen – können mit diversen Boni bis zu 80 Prozent Förderung erhalten.
Um auch Gebäudeeigentümern ohne Rücklagen die Investition in die energetische Modernisierung ihres Gebäudes zu ermöglichen, können Antragsteller nach der Förderzusage einen Ergänzungskredit von bis zu 120.000 Euro pro Wohnung beantragen. Dieser muss über die Hausbank bei der KfW eingereicht werden. Selbstnutzende Wohneigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von bis zu 90.000 Euro profitieren dabei von einer zusätzlichen Zinsverbilligung.
Zum anderen können die Kosten selbstnutzender Wohneigentümer auch nachträglich über die Steuererklärung abgesetzt werden. Dann ist eine Steuerförderung von 20 Prozent möglich.
Warum machen Holzpellets unabhängig?
Für Verbraucher bedeutet eine Pelletheizung Planbarkeit und Vorsorge während der Heizperiode. Pelletheizungen arbeiten wetterunabhängig und liefern auch an Frosttagen gleichbleibende Wärme, genauso bei fehlendem Wind oder geringer Sonneneinstrahlung. Da die Lagerung der Holzpellets sich zudem gleich im Haus befindet, haben Verbraucher permanente Sicherheit darüber, Brennstoff zur Hand zu haben. In Deutschland gibt es im ganzen Land verteilt mit Schwerpunkt in den waldreichen Mittelgebirgen über 70 zertifizierte Produktionsstätten für Holzpellets. Sie entscheiden selbst, wann Sie Ihre Bestellung aufgeben. Wer einen günstigen Zeitpunkt wählt, kann viel Geld sparen.
Ist die Versorgung mit Pellets auch in Zukunft sicher?
Eine höhere Nachfrage kann auch in den kommenden Jahren durch die Ausweitung der Produktionskapazitäten gedeckt werden. Holzpellets sind ein Nebenprodukt der Sägeindustrie und werden aus Sägespänen und nicht sägefähigem Holz hergestellt. In 2025 wurden nur 17 Prozent der potentiellen Rohstoffe zu Holzpellets verarbeitet – es gibt also noch viel Wachstumsspielraum. Immer mehr Sägewerke erkennen die große Bedeutung von Holzpellets, auch für die Energiewende. Zudem kann bei Bedarf auch auf den Import von Holzpellets aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zurückgegriffen werden. Dabei sollten Kunden auf die Qualitätszertifizierung Qualitätszertifizierung ENplus achten.
Ist der Pelletpreis nicht doch an den Öl- und Gaspreis gekoppelt?
Nein, er ist von Angebot und Nachfrage abhängig. Vor allem Rohstoff-, aber auch Logistik- und Produktionskosten bestimmen den Preis. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre waren Pellets preisstabil mit durchschnittlich 25 Prozent Preisvorteil gegenüber Heizöl und 31 % Preisvorteil gegenüber Erdgas. Zwar sind auch die Pelletpreise zuletzt gestiegen, doch gegenüber fossilen Energieträgern bleibt der Kostenvorteil deutlich bestehen. Wie die Preise der letzten Jahre belegen, gibt es keine Preisbindung.