FAQ - aktuell

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund ums Heizen mit Pelletheizungen

Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) beantwortet an dieser Stelle häufige Fragen rund um Holzpellets. Momentan gibt es viele Unsicherheiten auf dem Energiemarkt und beim Heizungstausch. Um Kunden und Interessierte so gut wie möglich zu beraten, gibt dieses FAQ kurze und knappe Antworten.

Stand: 02/2026

Bäume entziehen der Luft während ihres Wachstums genauso viel Kohlendioxid (CO2), wie bei der energetischen Nutzung freigesetzt wird. Wenn – wie in Deutschland – nicht mehr Holz eingeschlagen wird als nachwächst, ist die CO2-Neutralität gewährleistet. In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus lassen sich mit einer modernen Pelletheizung beim Tausch einer Ölheizung ca. 9 Tonnen Treibhausgase einsparen, was einer Reduktion von 94 Prozent an CO2 entspricht.

Pellets werden in Deutschland zu etwa 90 Prozent aus Sägespänen und Resthölzern hergestellt, die als Nebenprodukte der Sägeindustrie anfallen. Zu knapp 10 Prozent wird nicht-sägefähiges Rundholz genutzt, dass beim Holzeinschlag und bei der Durchforstung anfällt.

[1] Diese liegen weit unter den staatlichen Forderungen von 0,02g/m³ Abluft.

 

Pelletheizungen sind besonders gut geeignet, Bestandsimmobilien mit mittlerem und hohem Wärmebedarf zu heizen. Ihre Gebäudeinfrastruktur kann vergleichsweise einfach umgerüstet werden und speziell Altbauten benötigen meist hohe Vorlauftemperaturen für Heizkörper, die Pelletheizungen leicht erreichen. Bestehende Infrastruktur von der fossilen Heizung lassen sich ohne aufwendige Sanierung umbauen. Öllager werden unkompliziert zum Pelletlager. 

 

Zum einen gibt es staatliche Hilfen über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Im Teil Einzelmaßnahmen (EM) beträgt die Grundförderung 30 Prozent. Selbstnutzende Wohneigentümer – auch von Eigentumswohnungen – können mit diversen Boni bis zu 70 Prozent Förderung erhalten.

Wer ein Gebäude umfassend modernisiert, kann von der KfW für die Gesamtmaßnahme statt der BEG EM einen Förderkredit mit Tilgungszuschüssen zwischen 25 und 60 Prozent erhalten (BEG Teil Wohngebäude und Teil Nichtwohngebäude).

Zum anderen können die Kosten selbstnutzender Wohneigentümer auch nachträglich über die Steuererklärung abgesetzt werden. Dann ist eine Steuerförderung von 20 Prozent möglich.

 

Für Verbraucher bedeutet eine Pelletheizung Planbarkeit und Vorsorge während der Heizperiode. Pelletheizungen arbeiten wetterunabhängig und liefern auch an Frosttagen gleichbleibende Wärme, genauso bei fehlendem Wind oder geringer Sonneneinstrahlung. Da die Lagerung der Holzpellets sich zudem gleich im Haus befindet, haben Verbraucher permanente Sicherheit darüber, Brennstoff zur Hand zu haben. In Deutschland gibt es im ganzen Land verteilt mit Schwerpunkt in den waldreichen Mittelgebirgen über 70 zertifizierte Produktionsstätten für Holzpellets. Sie entscheiden selbst, wann Sie Ihre Bestellung aufgeben. Wer einen günstigen Zeitpunkt wählt, kann viel Geld sparen.

 

Eine höhere Nachfrage kann auch in den kommenden Jahren durch die Ausweitung der Produktionskapazitäten gedeckt werden. Holzpellets sind ein Nebenprodukt der Sägeindustrie und werden aus Sägespänen und nicht sägefähigem Holz hergestellt. In 2025 wurden nur 17 Prozent der  potentiellen Rohstoffe zu Holzpellets verarbeitet – es gibt also noch viel Wachstumsspielraum. Immer mehr Sägewerke erkennen die große Bedeutung von Holzpellets, auch für die Energiewende. Zudem kann bei Bedarf auch auf den Import von Holzpellets aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zurückgegriffen werden. Dabei sollten Kunden auf die Qualitätszertifizierung Qualitätszertifizierung ENplus achten.

 

Nein, er ist von Angebot und Nachfrage abhängig. Pellets waren in den letzten zehn Jahren preisstabil – mit durchschnittlich 30 Prozent Preisvorteil gegenüber Heizöl. Wie die Preise der letzten Jahre belegen, gibt es keine Preisbindung.

 

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